GroßMaster

wer studiert, studiert fundiert

Zum Stand der Dinge

Verfasst von bigmaster am Mai 11, 2008

Es gab Nachfragen, woher denn die Informationen stammen, dass es den großen Master für den Studiengang Arbeitslehre nicht geben wird. Die Informationen habe ich von Michael Martin, dem Vertreter der GEW in der TU erhalten, darüber hinaus gab es Hinweise von Seminarleitern usf. Und natürlich wird ein derartiger Entschluss nicht gleich an die Domglocken gehängt.

Hier der Link zu den Informationen: Lehrerbildung

Link zu den REHA-Wissenschaftlern: REHA

Fakt ist, dass es eine behördliche Diskussion gab, die mit der positiven Empfehlung für den großen Master für alle Lehramtstudenten der KMK; überhaupt mit sonnigen Aussichten für ein bildungsgerechtes Studium aller Lehramt-Studenten geführt wurde. Das Ergebnis stellt sich jedoch wie folgt dar:

Aufgrund der Intervention des Berliner Staatssekretärs Husung wurde die Diskussion vom Tisch gefegt. Seine Begründung war, dass das Modell erst am Beispiel Nordrhein-Westfalen praktisch geprüft werden müsste. Natürlich ist diese Begründung fadenscheinig und birgt vielmehr finanzielle Hintergründe. Lehrer werden nämlich in folgende Finanzrubriken eingeteilt:

1. Lehrer für SekII - Studienräte, mit der höchsten Einkommenseinstufung und höchstmöglicher Flexibilität durch den großen Master, was etwa die Arbeitsmöglichkeiten in anderen Bundes- bzw. EU-Ländern angeht.

2. Lehrer für SekI  - Zweite Einkommensgruppe, eingeschränkte Mobilität durch den kleinen Master. Tätigkeit ist etwa - wie bei den REHA-Wissenschaftlern - nur in Berlin möglich.

3. Hilfslehrer mit Bachelorabschluss - Lehr-Hivis mit dem niedrigsten Einkommen.

Durch den kleinen Master sollen offensichtlich auch Lehrer in Berlin gehalten werden, was wiederum kurzsichtig in Hinblick auf die demografische Entwicklung beispielsweise etwa in Brandenburg ist. Dort noch Lehrer auszubilden ist im Grunde ein schlechter Scherz, die Klassen schrumpfen, in Zukunft ist keine Steigerung der Schülerzahlen zu erwarten, im Gegenteil. Trotzdem bildet das Land Lehrer aus wie am fordschen Fließband, die über kurz oder lang natürlich in Konkurrenz zu den Berliner-Lehrern treten werden.

Die soziale Ungerechtigkeit durch die Einteilung der Lehrer in die verschiedenen Einkommensgruppen je nach Ausbildung ist offensichtlich. Dabei bleibt unter vielen anderen die Frage, warum Lehrer in der SekII mehr Geld bekommen sollen, als Grundschullehrer. Wenn überhaupt: Wo ist es wichtiger bestens ausgebildete Lehrer einzusetzen als im Erziehungs- und Sonderschul- oder Grundschulbereich?

Bäume sollen wohl vom Himmel wachsen?

Es geht jetzt jedenfalls darum, so schnell als möglich in Form einer Initivative die Diskussion, die sich bereits abkühlt, wieder auf den Tisch zu bringen. Macht mit!

Zuschriften: bigunimaster@yahoo.de

Eine Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>